Interspecifics

Interspecifics

Nominiert als Bestes Experiment

Wir sind ein unabhängiges künstlerisches Forschungsstudio, das 2013 in Mexiko-Stadt gegründet wurde. Unsere Arbeit erforscht Klang und künstliche Intelligenz als Werkzeuge zur Untersuchung von Mustern, die aus Biosignalen und der Morphologie lebender Organismen hervorgehen. Dabei interessieren wir uns für die Möglichkeit, neue Formen nicht-menschlicher Kommunikation zu erschließen. Zur Unterstützung dieser Forschung haben wir eine Reihe experimenteller Werkzeuge und pädagogischer Formate entwickelt, die wir Ontologische Maschinen nennen.

Unsere Praxis ist im lateinamerikanischen Kontext verankert, wo Bedingungen der Prekarität häufig kreative Innovation hervorbringen und traditionelle Technologien auf fortschrittliche Produktionsmethoden treffen. Derzeit konzentriert sich unsere Forschung auf das sogenannte „harte Problem“ des Bewusstseins sowie auf die komplexe Beziehung zwischen Geist und Materie, wobei Synchronie als zentrales Forschungsfeld in den Vordergrund rückt. Klang bleibt dabei in all unseren Projekten unser wichtigstes Medium, um die Welt und unsere Beziehung zu ihr zu erforschen.

Unsere Arbeiten wurden unter anderem im Centre Pompidou, Roy and Edna Disney CalArts Theater, Centre d’Art Contemporain Genève, Chronus Art Center, ZKM, HKW, der DAAD Galerie, dem Museo de Arte Moderno de Medellín sowie dem Museo de Arte Contemporáneo de Chile gezeigt. In Mexiko-Stadt waren sie im Museo Universitario Arte Contemporáneo (MUAC), Museo Tamayo, Museo de Arte Moderno und Laboratorio Arte Alameda zu sehen.

2025 erhielten wir ein Stipendium des DAAD Artists-in-Berlin Programms in der Kategorie Musik und Klang für einen Forschungsaufenthalt in Deutschland. 2021 präsentierten wir unsere Forschung auf der Konferenz Politics of the Machines, und 2022 waren wir Teil der Edgar-Varèse-Gastprofessur an der Technischen Universität Berlin. Unsere Arbeiten wurden 2021 und 2023 mit einer Honorary Mention beim Prix Ars Electronica ausgezeichnet. Darüber hinaus nahmen wir 2022 an einer Forschungsresidenz in Zusammenarbeit mit dem SETI Institute teil.

Derzeit lehren wir den Kurs Time-Based Art with Contemporary Technologies an der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin).

Foto: Diana Pfammatter