Viola Yip – "Liminal Lines"
Nominiert als Bestes Experiment
„Liminal Lines“ ist eine Live-Elektronik-Performance von Viola Yip, bei der sie ein selbst entwickeltes tragbares Instrument und ihre Körperbewegungen einsetzt. Die Performance erforscht eine Choreografie aus Klang und Bewegung, die über traditionelle Vorstellungen von Spieltechnik und Ausführung hinausgeht.
Das tragbare Instrument hat die Form eines Kleides und besteht aus verschiedenen Audiokabeln, die Audiosignale leiten. Durch ihre Bewegungen erzeugt Viola Yip unterschiedliche Abstände, Druckverhältnisse und Geschwindigkeiten zwischen Körper und Instrument. Aus diesem Zusammenspiel sowie durch den Einsatz von Klangräumlichkeit entstehen vielschichtige, sich stetig wandelnde Klanglandschaften und performative Beziehungen zwischen dem menschlichen Körper und dem Instrument.
Viola Yip ist eine in Berlin lebende Komponistin, Performerin, Klangkünstlerin und Instrumentenbauerin aus Hongkong. In ihrer künstlerischen Arbeit entwickelt sie ungewöhnliche selbstgebaute Instrumente, Kompositionen und Performances. Mit ihren Werken erforscht sie die komplexen, dynamischen und performativen Beziehungen zwischen Materialität, Medien, Raum sowie dem menschlichen und maschinellen Körper – durch Klang.
Ihre Instrumente und Performances wurden unter anderem an der Stanford University, der UC Berkeley, der Harvard University, im Hong Kong Arts Centre, an der Akademie der Künste Berlin, beim Maerzmusik Festival, an der Kunsthochschule für Medien Köln, der Hochschule Luzern, im Gare du Nord Basel, am KTH Royal Institute of Technology in Stockholm, bei Elektronmusikstudion (EMS) Stockholm, NOTAM Oslo, der Oxford University, der University of Huddersfield, dem Sonorities Festival in Belfast, dem NEXT Festival Bratislava, dem Arter Museum Istanbul, dem Serralves Museum of Contemporary Art in Porto sowie der Pinakothek der Moderne München präsentiert und gefördert.



